Otto von Bismarck, unser Eiserner Reichskanzler

„Aber ich bin kein Preuße von Geburt noch Heimat, sondern ein Preuße von Meinung und Liebe, weil ich jetzt in Preußen allein die Rettung und Haltung des Vaterlandes sehe.“

Diese Worte Arndts bewies Bismarck mit Blut und Eisen, wie er wohl selbst sagen würde; und daher möge uns Deutschen noch lange Jahre sein Geburtstag als Freudentag gelten und gebührend mit reichlich Met gefeiert werden! Anno 1815 wurde unser Eiserner Kanzler in Schönhausen geboren und war ab Anno 1847 in der Staatskunst tätig. Da er hier stets auf Seiten des Hauses Hohenzollern stand, wurde er Anno 1862 zum preußischen Ministerpräsidenten berufen, um den gordischen Knoten des Verfassungsstreites durch zu hauen. Dies gelang ihm auch meisterlich und so konnte die Heeresreform durchgeführt werden und mit den neuen Truppen konnte unser großer Kriegsmeister Moltke der Ältere die Dänen, Österreicher und Welschen zerschmettern. Damit war der Weg der Hohenzollern zum deutschen Kaiserthron endlich frei und Anno 1871 bestieg Wilhelm I. den seit Anno 1806 verwaisten deutschen Thron. Als Reichskanzler lenkte Otto von Bismarck die Geschicke unseres alten deutschen Reiches noch bis Anno 1890 und trat dabei allzeit den äußeren und inneren Feinden entgegen. Beim Kampf mit den liberalen Suppenkasper hat unser Bismarck sein berühmtes Wort von Blut und Eisen gesprochen und sich damit ganz schön in Schwierigkeiten gebracht – wovon er uns nun in seinen Gedanken und Erinnerungen berichtet: http://www.zeno.org/Geschichte/M/Bismarck,+Otto+von/Gedanken+und+Erinnerungen

Ich hatte für Leute, die weniger erbittert und von Ehrgeiz verblendet, deutlich genug gesagt, wo ich hinaus wollte. Wir könnten – das war der Sinn meiner Rede – wie schon ein Blick auf die Karte zeigte, mit unsrem schmalen langgestreckten Leibe Preußen die Rüstung, deren Deutschland zu seiner Sicherheit bedürfe, allein nicht länger tragen; dieselbe müsse sich auf alle Deutschen gleichmäßig verteilen. Dem Ziele würden wir nicht durch Reden, Vereine, Majoritätsbeschlüsse näher kommen, sondern es werde ein ernster Kampf nicht zu vermeiden sein, ein Kampf, der nur durch Blut und Eisen erledigt werden könne. Um uns darin Erfolg zu sichern, müßten die Abgeordneten das möglichst große Gewicht von Blut und Eisen in die Hand des Königs von Preußen legen, damit er es nach seinem Ermessen in die eine oder die andre Waagschale werfen könne. Ich hatte demselben Gedanken schon im Abgeordnetenhause 1849 Kinkel gegenüber auf der Tribüne Ausdruck gegeben bei Gelegenheit einer Amnestie-Debatte. Roon, der zugegen war, sprach beim Nachhausegehen seine Unzufriedenheit mit meinen Äußerungen aus, sagte unter Anderem, er hielte dergleichen „geistreiche Exkurse“ unsrer Sache nicht für förderlich. Meine eignen Gedanken bewegten sich zwischen dem Wunsche, Abgeordnete für eine energische nationale Politik zu gewinnen, und der Gefahr, den König in seiner vorsichtigen und gewaltsame Mittel scheuenden Veranlagung mißtrauisch gegen mich und meine Absichten zu machen. Um dem vermutlichen Eindruck der Presse auf ihn bei Zeiten entgegen zu wirken, fuhr ich ihm nach Jüterbog entgegen. Ich hatte einige Mühe, durch Erkundigungen bei kurz angebundenen Schaffnern des fahrplanmäßigen Zuges den Wagen zu ermitteln, in welchem der König allein in einem gewöhnlichen Coupé erster Klasse saß. Er war unter der Nachwirkung des Verkehrs mit seiner Gemahlin sichtlich in gedrückter Stimmung, und als ich um die Erlaubnis bat, die Vorgänge während seiner Abwesenheit darzulegen, unterbrach er mich mit den Worten: „Ich sehe ganz genau voraus, wie das Alles endigen wird. Da vor dem Opernplatz, unter meinen Fenstern, wird man Ihnen den Kopf abschlagen und etwas später mir.“ Ich erriet, und es ist mir später von Zeugen bestätigt worden, daß er während des achttägigen Aufenthalts in Baden mit Variationen über das Thema Polignac, Strafford, Ludwig XVI. bearbeitet worden war. Als er schwieg, antwortete ich mit der kurzen Phrase „Et après, sire?“ (Und dann, Herr?) – „Ja, après, dann sind wir tot!“ erwiderte der König. „Ja“, fuhr ich fort, „dann sind wir tot, aber sterben müssen wir früher oder später doch, und können wir anständiger umkommen? Ich selbst im Kampfe für die Sache meines Königs, und Eure Majestät, indem Sie Ihre königlichen Rechte von Gottes Gnaden mit dem eignen Blute besiegeln, ob auf dem Schafott oder auf dem Schlachtfelde, ändert nichts an dem rühmlichen Einsetzen von Leib und Leben für die von Gottes Gnaden verliehenen Rechte. Eure Majestät müssen nicht an Ludwig XVI. denken; der lebte und starb in einer schwächlichen Gemütsverfassung und macht kein gutes Bild in der Geschichte. Karl I. dagegen, wird er nicht immer eine vornehme historische Erscheinung bleiben, wie er, nachdem er für sein Recht das Schwert gezogen, die Schlacht verloren hatte, ungebeugt seine königliche Gesinnung mit seinem Blute bekräftigte? Eure Majestät sind in der Notwendigkeit zu fechten. Sie können nicht kapitulieren, Sie müssen, und wenn es mit körperlicher Gefahr wäre, der Vergewaltigung entgegentreten.“ Je länger ich in diesem Sinne sprach, desto mehr belebte sich der König und fühlte sich in die Rolle des für Königtum und Vaterland kämpfenden Offiziers hinein. Er war äußern und persönlichen Gefahren gegenüber von einer seltenen und ihm absolut natürlichen Furchtlosigkeit, auf dem Schlachtfelde wie Attentaten gegenüber; seine Haltung in jeder äußern Gefahr hatte etwas Herzerhebendes und Begeisterndes. Der ideale Typus des preußischen Offiziers, der dem sichern Tode im Dienst mit dem einfachen Worte „Zu Befehl“ selbstlos und furchtlos entgegengeht, der aber, wenn er auf eigne Verantwortung handeln soll, die Kritik des Vorgesetzten oder der Welt mehr als den Tod und dergestalt fürchtet, daß die Energie und Richtigkeit seiner Entschließung durch die Furcht vor Verweis und Tadel beeinträchtigt wird, dieser Typus war in ihm im höchsten Grade ausgebildet. Er hatte sich bis dahin auf seiner Fahrt nur gefragt, ob er vor der überlegenen Kritik seiner Frau Gemahlin und ob er vor der öffentlichen Meinung in Preußen mit dem Wege, den er mit mir einschlug, würde bestehen können. Dem gegenüber war die Wirkung unsrer Unterredung in dem dunklen Coupé, daß er die ihm nach der Situation zufallende Rolle mehr vom Standpunkt des Offiziers auffaßte. Er fühlte sich bei dem Porte-d’épée gefaßt und in der Lage eines Offiziers, der die Aufgabe hat, einen bestimmten Posten auf Tod und Leben zu behaupten, gleichviel, ob er auf demselben umkommt oder nicht. Damit war er auf einen seinem ganzen Gedankengange vertrauten Weg gestellt und fand in wenigen Minuten die Sicherheit wieder, um die er in Baden gebracht worden war, und selbst seine Heiterkeit. Das Leben für König und Vaterland einzusetzen, war die Pflicht des preußischen Offiziers, um so mehr die des Königs als des ersten Offiziers im Lande. Sobald er seine Stellung unter dem Gesichtspunkte der Offiziersehre betrachtete, hatte dieselbe für ihn ebenso wenig Bedenkliches wie für jeden normalen preußischen Offizier die instruktionsmäßige Verteidigung eines vielleicht verlorenen Postens. Er war der Sorge vor der „Manöverkritik“, welche von der öffentlichen Meinung, der Geschichte und der Gemahlin an seinem politischen Manöver geübt werden könnte, überhoben. Er fühlte sich ganz in der Aufgabe des ersten Offiziers der Preußischen Monarchie, für den der Untergang im Dienste derselben ein ehrenvoller Abschluß der ihm gestellten Aufgabe ist. Der Beweis der Richtigkeit meiner Beurteilung ergab sich darin, daß der König, den ich in Jüterbog matt, niedergeschlagen und entmutigt gefunden hatte, schon vor der Ankunft in Berlin in eine heitere, man kann sagen, fröhliche und kampflustige Stimmung geriet, die sich den empfangenden Ministern und Beamten gegenüber auf das Unzweideutigste erkennbar machte. Wenn auch die abschreckenden geschichtlichen Reminiszenzen, welche man dem Könige in Baden als Beweise beschränkter Ungeschicklichkeit vorgehalten hatte, auf unsre Verhältnisse nur eine unehrliche oder phantastische Anwendung finden konnten, so war unsre Situation doch ernst genug. Einzelne fortschrittliche Zeitungen hofften, mich zum Besten des Staates Wolle spinnen zu sehen, und am 17. Februar 1863 erklärte das Abgeordnetenhaus mit 274 gegen 45 Stimmen die Minister für verfassungswidrige Ausgaben mit ihrer Person und ihrem Vermögen haftbar. Mir wurde der Plan suggeriert, meinen Grundbesitz, um ihn zu retten, auf meinen Bruder zu übertragen; ich stand aber davon ab, weil mein Sitz im Herrenhause an den selben geknüpft war. Die Abtretung an meinen Bruder, um das Objekt der bei einem Thronwechsel nicht absolut unmöglichen Konfiskation meines Vermögens zu entziehen, hätte einen Eindruck von Ängstlichkeit und Geldsorge gemacht, der mir widerstrebte.“

Joseph Haydn

Der alte Haydn gehört ja zu den weniger bekannten deutschen Tondichtern, was wir mit unserer kleinen Geburtstagsfeier ein wenig ändern wollen. Anno 1732 wurde er in Rohrau in Niederösterreich geboren und zog schon in jungen Jahren nach Wien, um als Musiker zu wirken. Insgesamt hat er es auf 750 Tondichtungen gebracht. Seine achtundfünfzigste Symphonie, die Feuersymphonie genannt, vertritt diese nun hoffentlich recht würdig: https://www.youtube.com/watch?v=VNhmhBp8uSw Von der Zeit unseres Haydns als Sängerknabe in Wien hören wir nun bei unserem Musikgeschichtsschreiber Carl Ferdinand Pohl: http://www.zeno.org/Musik/M/Pohl,+Carl+Ferdinand/Joseph+Haydn

„Wir wenden uns dem Unterricht im Kapellhause zu. Für den Knaben Haydn war dieses Haus in seinem Sinne allerdings, wie Fröhlich sagt, „eine hohe Schule der Musik“, und wenn es auch nicht, wie zugleich versichert wird, „die größten Lehrer ihrer Zeit“ waren, die ihn im Gesang und Instrumentenspiel unterrichteten und ihm namentlich in der Tonsetzkunst die nötige Anleitung fehlte: so gestand Haydn doch selbst (Beil. II). daß er dort „nebst dem Studieren die singkunst, das Klavier und die Violine von sehr guten Meistern erlehrnte“, wobei er namentlich noch hervorhob, daß er „sowohl bei Sankt Stephan als bei Hof mit großem Beifall“ gesungen habe. Unter dem „Studieren“ ist der nach damaliger Art notdürftige Unterricht in Latein, Religion, Rechnen und Schreiben zu verstehen. Einen regelmäßigen systematischen Unterricht hat Haydn nie empfangen; er war sich, gleich seinem Bruder Michael, hierin selbst überlassen und blieb zumeist sein eigener Lehrmeister. Rochlitz läßt Haydn hierüber beiläufig sagen: „Eigentliche Lehrer habe ich nicht gehabt. Mein Anfang war überall gleich mit dem Praktischen – erst im Singen und Instrumentenspiel, hernach auch in der Komposition. In dieser habe ich Andere mehr gehört als studiert: ich habe aber auch das Schönste und Beste in allen Gattungen gehört, was es in meiner Zeit zu hören gab. Und dessen war damals in Wien viel! o wie viel! Da merkte ich nun auf und suchte mir zu Nutze zu machen, was auf mich besonders gewirkt hatte und was mir als vorzüglich erschien. Nur daß ich es nirgends bloß nachmachte! So ist nach und nach, was ich wußte und konnte, gewachsen.“ Wie viel Haydn auf diese praktischen Übungen hielt, haben wir schon früher gesehen; er empfahl sie jedem Tonsetzer; hatte er doch hierin bereits eine tüchtige Vorschule durchgemacht. „Ich war auf keinem Instrument ein Hexenmeister“, sagte er zu Griesinger, „aber ich kannte die Kraft und Wirkung aller; ich war kein schlechter Klavierspieler und Sänger, und konnte auch ein Konzert auf der Violine vortragen.« Auf das Studium des Gesanges, worin er ja bei Porpora die beste Schule durchmachte, legte Haydn besonders großen Wert und tadelte es stets, daß so viele Tonmeister komponierten, die nicht singen gelernt hatten, „das Singen sei beinahe unter die verlorenen Künste zu rechnen und anstatt des Gesanges lasse man die Instrumente dominieren“. Von seinen Lehrern sprach Haydn immer mit dankerfüllter Verehrung und, was Reutter betrifft, mit äußerster Behutsamkeit und nachsichtsvoller Achtung, so daß die Fragenden nähere Umstände erraten mußten und dabei, in selbst nachweisbaren Tatsachen, meistens fehlgingen. Als Haydns Meister im Gesang werden Gegenbauer und Finsterbusch genannt; Ersterer dürfte ihn wohl auch auf der Violine unterrichtet haben. Beide Männer werden von Dies und Carpani gar nicht, von Griesinger im Vorübergehen doch wenigstens dem Namen nach erwähnt. Der schon früher genannte (Johann) Adam Gegenbauer, gebürtig von Altensteig (Allendsteig) in Niederösterreich, wurde bei St. Stephan im Jahre 1731 als untergeordneter Violinist angestellt. Im Jahre 1738 wurde er Subcantor an Stelle des abgetretenen Ferdinand Bindel und rückte 1745 als erster Violinist-Accessist vor; in den Kirchen-Rechnungen erscheint er auch als Kopist. Bei der Hofkapelle wird er im Jahre 1752 als Concert-Dispensator (Verwalter) und ebenfalls als Copist genannt. Sein jährlicher Gehalt betrug anfangs nur 100 Florin, aber sie dünkten ihm verlockend genug, die Jungfrau Maria Clara Mut als Gattin heimzuführen. Stets kränklich, mußte er endlich die Subkantor-Stelle im Jahre 1753 aufgeben und starb bald darauf, am 4. April 1754, im 51. Lebensjahre. Er hatte in Not begonnen und endete in Not; seine Witwe und der zehnjährige Sohn Johann Georg standen am Sarge und wußten nicht, womit sie die Leichenunkosten bestreiten sollten – es fehlte an Allem. Ein kaum erfreulicheres Bild, was die ärmlichen Verhältnisse betrifft, bietet Haydns zweitgenannter Lehrer Ignaz Finsterbusch – „ein eleganter Tenorist“, wie ihn Griesinger nach Haydns Aussage nennt. Und dieses Prädikat bezeichnet treffend, wie er in seinem Äußern und seinen nobeln Passionen dem Meister in Erinnerung geblieben ist. Finsterbusch trat im Jahre 1724 als unbesoldeter Tenorist in die Hofkapelle und wurde im Mai 1730 mit 300 Florin Gehalt angestellt. Obwohl ihm nach elf Jahren 100 Florin zugelegt wurden, hatte er noch immer den geringsten Gehalt neben den gleichzeitig angestellten Tenoristen, von denen Gaetano Borghi jährlich 1800 Florin bezog. Bei Sankt Stephan scheint Finsterbusch nur als Lehrer fungiert zu haben. Fux sagt, daß er beim Eintritt in die Hofkapelle eine ziemlich schwache Stimme und Brust gehabt habe, „obwohlen sonst die Art zu singen bei ihm gut ist“. Trotz seiner Schwächlichkeit heiratete er frühzeitig und fand bei rasch sich vermehrender Familie sein Auskommen nicht. Nach dem Tode seiner ersten Frau im November 1740 führte er schon nach drei Monaten Maria Susanna, die Tochter des Violoncellisten der Hofkapelle, Johann Crammer, als zweite Frau heim. Er starb am 29. April 1753 als kaiserlicher Hof- und Kammermusikus im 49. Lebensjahre. Die Kaiserin unterstützte seine Witwe, die er fast mittellos hinterließ, durch Vergütung der Kranken- und Leichen-Unkosten und setzte ihr nebst dem eine Pension von 100 Florin aus. Den einzigen Sohn übernahm ein Kloster in Ungarn. Unter den Kreisen, in denen Finsterbusch unterrichtete, wird auch das noch jetzt bekannte Haus Managetta genannt. Was die obige Bezeichnung „elegant“ besagen will, verrät uns das Inventar seines Nachlasses: „Röcke und Westen“ mit massiv silbernen Knöpfen, Jagdanzüge, Stutzen, Hirschfänger, Flinten, Terzerole, türkische Pistolen, Weidmannstaschen und alles Nötige zum Wachtelfang; ferner eine Sammlung Gemälde, bestehend aus Landschaften, Blumenstücken, vielen Porträts, darunter Kaiser Joseph I. und Prinz Eugen – also Jagdfreund und Kunstliebhaber und wohl auch selbst ausübender Maler…“

Die Schlacht bei Paris

Anno 1814 hat unser alter Feldmarschall Blücher die welsche Hauptstadt Paris erstürmt und damit den Napoleon matt gesetzt. Selbiger meinte den Sturm auf seine Hauptstadt durch einen Vorstoß in den Rücken des verbündeten Heeres verhindern zu können. Doch dafür waren seine Kräfte zu schwach und so fiel seine Hauptstadt. Denn den 100,000 Recken unseres Blüchers konnten Napoleons Unterfeldherren nur 30,000 welsche Kriegsknechte entgegenstellen und diese wurden folglich geschlagen. Den epischen Weg nach Paris schildert uns Carl von Clausewitz in seinem „Der Feldzug in Gallien von 1814“ und darin wirft die Schlacht von Laon ihre Schatten voraus: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC05304281/1/LOG_0003/

„Am 2. März erfährt Blücher, daß Bonaparte den 1. bei Jouarre angelangt ist; er beschließt hierauf sich auf die Straße von Chateau-Thierry nach Soissons gegen Oulchy zu wenden. Er erreicht diesen Punkt den 2., und den 3. die Aisne, an eben dem Tage, an welchem Bülow Soissons nimmt und Bonaparte die Marne passiert; er hat also jetzt seinen Zweck, die Vereinigung seiner Macht, erreicht. In dieser achttägigen Bewegung Blüchers ist durchaus alles einfach und natürlich. Der Versuch, über die Ourcq zu gehen und den französischen Marschällen ein Gefecht mit stark vorgeschobener Fronte zu liefern, war höchst natürlich. Die Anordnung scheint aber nicht gut gewesen zu sein, denn entweder mußte General Kleist bei Lizy stehen bleiben oder die Armee ihm auf dem Fuße folgen. Diese Bewegung gegen die Straße von Meaux nach Soissons hatte das Heer in lauter Nebenwege einer sehr schwierigen Gegend geführt. Die Schwierigkeit der Märsche und die vielen Einschnitte des Bodens veranlaßten einige Gefechte der Nachhut am 1. und 2. März, wodurch Blüchers Marsch das Ansehen eines vom Feinde stark gedrängten Rückzugs bekam. Davon hatte er jedoch den Hauptcharakter gar nicht, denn Blücher war den Marschällen um das Doppelte überlegen und Bonaparte war zwei Märsche zurück. Auf dieser falschen Ansicht, als sei Blücher von Bonaparte über Hals und Kopf an die Aisne gejagt worden, und würde dort ohne irgend ein Übergangsmittel unausbleiblich von ihm zertrümmert worden sein, wenn sich Soissons nicht ergeben hätte, beruht die übermäßige Wichtigkeit, welche man der Wegnahme dieses Platzes immer zugeschrieben hat. Man hat sich darin gefallen, Blücher wie durch einen Schutzgott (Bülow) vom Untergange errettet zu betrachten. Von dieser Vorstellungsart ist aber gar nichts wahr, als daß es angenehm ist über eine schon fertige Brücke zu marschieren und dabei einen halb befestigten Ort von beträchtlicher Größe als Brückenkopf zu haben. Blücher marschierte drei Tage vor Bonaparte ab. Nur an der Aube, in seiner Nähe, hatte der Übergang etwas Bedenkliches, denn es mußte erst eine Pontonbrücke geschlagen werden, was im Februar bei überschwemmten Ufern nicht überall tunlich ist; das Unternehmen war daher etwas gefährlich. Einmal über die Aube, hatte Blücher nichts mehr zu besorgen; er passierte die Marne den 27. und 28., Bonaparte erst den 3., also vier Tage nachher. Ungefähr zwei Tage verlor Blücher über den Versuch, die Ourcq zu passieren und die Marschälle von der Seite anzufallen; es blieben ihm also nur noch zwei Tage Vorsprung, wie sich auch aus der eben angegebenen Zusammenstellung zeigt. Selbst wenn Bonaparte einen ganzen Marsch näher gewesen wäre, so würde Blücher die Aisne teils auf Pontonbrücken, teils auf der Brücke von Micy ohne Gefahr haben überschreiten können.“

Ernst Jünger, unser Dichter und Sturmtruppführer

Anno 1895 wurde unser Ernst Jünger in Heidelberg geboren. Im Vierjährigen Krieg machte sich dieser einen Namen als Stoßtruppführer und danach als Schriftsteller. In seinen Büchern verewigte er den Kampf unserer Fußtruppen an der Westfront, während er in seinen politischen Streitschriften den Novemberverbrechern zu Leibe rückte. Im Sechsjährigen Krieg diente er als Hauptmann erneut und setzte danach seine schriftstellerische Laufbahn fort, wenn auch die Wahl seines Stoffes doch etwas zu wünschen übrig ließ. Dennoch tragen wir Panzertiere seine Schrift „Der Kampf als inneres Erlebnis“ ihm zu Ehren vor, damit nicht nur Met geschlürft wird. Noch immer befinden wir uns bei der Frage des Blutes: https://archive.org/details/DerKampfAlsInneresErlebnis

„Im Kampfe, im Kriege, der alle Übereinkunft vom Menschen reißt wie die zusammengeflickten Lumpen eines Bettelmannes, steigt das Tier als geheimnisvolles Ungeheuer vom Grunde der Seele auf. Da schießt es hoch als verzehrende Flamme, als unwiderstehlicher Taumel, der die Massen berauscht, eine Gottheit über den Heeren thronend. Wo alles Denken und alle Tat sich auf eine Formel zurückführt, müssen auch die Gefühle zurückschmelzen und sich anpassen der fürchterlichen Einfachheit des Zieles, der Vernichtung des Gegners. Das wird bleiben. solange Menschen Kriege führen und Kriege werden geführt, solange es noch Menschen gibt. Da spielt die äußere Form keine Rolle. Ob im Augenblick der Begegnung die Krallen gespreizt und die Zähne entblößt, ob roh gekantete Beile geschwungen, hölzerne Bogen gespannt werden, oder ob sehr feine Technik die Vernichtung zu höchster Kunst erhebt, stets kommt der Punkt, wo aus dem Weißen im Auge des Feindes der Rausch des roten Blutes flammt. Immer löst der keuchende Ansprung, der letzte, verzweifelte Gang dieselbe Summe der Gefühle aus, ob nun die Faust die geschnitzte Keule oder die sprengstoffgefüllte Handgranate schwingt. Und immer auf den Gefilden, wo die Menschheit ihre Sache zur blutigen Entscheidung stellt, mag es der schmale Paß zwischen zwei kleinen Bergvölkern, mag es der weitgeschwungene Bogen moderner Schlachten sein, kann alles Grausige, alle Häufung raffiniertester Schrecken nicht so den Menschen mit Grauen durchtränken wie die sekundenlange Erscheinung seines Ebenbildes, das vor ihm auftaucht, alle Feuer der Vorzeit im verzerrten Gesicht. Denn alle Technik ist Maschine, ist Zufall, das Geschoß blind und willenlos, den Menschen aber treibt der Wille zu töten durch die Gewitter aus Sprengstoff, Eisen und Stahl, und wenn zwei Menschen im Taumel des Kampfes aufeinanderprallen, so treffen sich zwei Wesen, von denen nur eins bestehen kann. Den diese zwei Wesen haben sich zueinander in ein Urverhältnis gesetzt, in den Kampf ums Dasein in seiner nacktesten Form. In diesem Kampfe muß der Schwächere am Boden bleiben, während der Sieger, die Waffe fester in der Faust, über den Erschlagenen hinwegtritt, tiefer ins Leben, tiefer in den Kampf. So ist der Aufschrei, den solcher Anprall mit dem des Feindes vermischt, ein Schrei, der sich Herzen entringt, vor denen die Grenzen der Ewigkeit schimmern. Es ist ein Schrei, im Flusse der Kultur längst vergessen, ein Schrei aus Erkennen, Grauen und Blutdurst. Auch aus Blutdurst. Das ist neben dem Grauen das Zweite, was den Kämpfer mit einer Sturzflut roter Wellen überbrandet: der Rausch, der Durst nach Blut, wenn das zuckende Gewölk der Vernichtung über den Feldern des Zornes lastet. So seltsam es manchem klingen mag, der nie um Dasein gerungen: Der Anblick des Gegners bringt neben letztem Grauen auch Erlösung von schwerem, unerträglichem Druck. Das ist die Wollust des Blutes, die über dem Kriege hängt wie ein rotes Sturmsegel über schwarzer Galeere, an grenzenlosem Schwunge nur der Liebe verwandt. Sie zerrt schon im Schoße aufgepeitschter Städte die Nerven, wenn die Kolonnen im Regen glühender Rosen den Morituri-Gang zum Bahnhof tun. Sie schwelt in den Massen, die sie umrasen mit Jubelruf und schrillen Schreien, ist ein Teil der Gefühle, die auf die zum Tode Schreitenden Hektatomben niederschauern. Gespeichert in den Tagen vor der Schlacht, in der schmerzhaftem Spannung des Vorabends, auf dem Marsche der Brandung zu, in der Zone der Schrecknisse vorm Kampfe aufs Messer, lodert sie auf zu knirschender Wut, wenn der Schauer der Geschosse die Reihen zerschlägt. Sie ballt alles Streben um einen Wunsch: Sich auf den Gegner stürzen, ihn packen, wie es das Blut verlangt, ohne Waffe, im Taumel, mit wildem Griff der Faust. So ist es von je gewesen. Das ist der Ring von Gefühlen, der Kampf, der in der Brust des Kämpfers tobt, wenn er die Flammenwüste der riesigen Schlachten durchirrt: Das Grauen, die Angst, die Ahnung der Vernichtung und das Lechzen, sich im Kampfe völlig zu entfesseln. Hat er, eine durch das Ungeheure rasende kleine Welt in sich, die bis zum Platzen gestaute Wildheit in jäher Explosion, dem klaren Gedächtnis für immer verlorenen Augenblicken entladen, ist Blut geflossen, sei es eigener Wunde entströmend oder das des anderen, so sinken die Nebel vor seinen Augen. Er starrt um sich, ein Nachtwandler, aus drückenden Träumen erwacht. Der ungeheuerliche Traum, den die Tierheit in ihm geträumt in Erinnerung an Zeiten, wo sich der Mensch in stets bedrohten Horden durch wüste Steppen kämpfte, verraucht und läßt ihn zurück, entsetzt, geblendet von dem Ungeahnten in der eigenen Brust, erschöpft durch riesenhafte Verschwendung von Willen und brutaler Kraft. Dann erst erkennt er den Ort, an den ihn der stürmende Schritt verschlagen, erkennt das Heer von Gefahren, denen er entronnen, und erbleicht. Hinter dieser Grenze beginnt erst der Mut.“

Die Schlacht am Naratschsee

Anno 1916 nahm die gewaltige Abwehrschlacht am Naratschsee ihr Ende. In selbiger versuchten die Russen mit 350,000 Kriegsknechten und 1000 Feldgeschützen die Stellungen unserer X. Armee zu durchbrechen. Deren Befehlshaber Hermann von Eichhorn und Oskar von Hutier konnten nur 75,000 Mann und 400 Feldgeschütze dagegenstellen. Nach schweren Kämpfen und scheußlichem Wetter konnte der Durchbruch schließlich verhindert werden und die Russen hatten 140,000 Mann umsonst geopfert. Unsere deutschen Verluste waren mit 20,000 Mann zwar auch recht schwer, aber bei dieser Übermacht war es ein kleines Wunder, daß wir überhaupt den russischen Angriff abwehren konnten. Im Hauptquartier Ost leiteten Hindenburg und Ludendorff einmal mehr den Kampf ihrer Unterfeldherren und dabei ging ihnen – wie immer – ihr Schlachtenhelfer Max Hoffmann zur Hand. In dessen Aufzeichnungen wir über den Verlauf der Schlacht am Naratschsee dieses lesen: http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11126680_00152.html

„Gestern haben die Russen wieder wütend angegriffen. Leider hat sich eine unserer Divisionen zurückdrängen lassen. Zwei Regimenter sind ausgerissen und haben natürlich viel verloren. Selbstverständlich eine der westländischen, badischer Ersatz. Natürlich wird der Russe sich auf die Stelle dieses seines Erfolges mit doppelter Kraft werfen. Wir haben sofort eine unserer guten Divisionen dort hineingestopft. Eine weitere gute Division kommt heute mit der Bahn neu an, wenigstens ihr Anfang. Irgendwelche Besorgnisse für die Schlacht selbst habe ich nicht. Es sind aber solche Schönheitsfehler, die am meisten auf die Nerven gehen.“

Bei unserem Geschichtsschreiber Walter Flex in „Die russische Frühjahrsoffensive 1916“ kommen wir nun zum zweiten Schlachttag: https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC05677910/1/

„Der zweite Schlachttag ließ sich fast an wie der Gerste. Nach Mitternacht entwickelten sich wiederum gegen die im Zentrum des Hutierschen Korps stehende CXV. Infanteriedivision Schützenlinien, die nur Alarm und Artilleriefeuer herausfordern zu wollen schienen und bei dieser sinnlosen Demonstration 175 Tote zurückließen. Eine starke russische Patrouille versuchte bei Pasenka einen Handstreich gegen die sogenannte „Schauspiel“-Insel im Nordostzipfel des Narocz-Sees, von wo aus man in die offene Flanke der deutschen und russischen Stellungen hineinsehen konnte. Der Feind wurde aber durch die Inselpatrouille der 166er wieder vertrieben. Russische Pionierpatrouillen versuchten an den Hauptkampffronten Sprengungen und Zerstörungen der Hindernisse, wurden aber im Flackerlicht der Leuchtkugeln von Handgranatenwerfern zerfetzt und zersprengt. Aber auch den deutschen Streifkommandos und Arbeitstrupps wurde mit fortschreitender Nacht der Aufenthalt im Vorfeld sowie das Ausflicken der Hindernisse durch die von Stunde zu Stunde anschwellende Artillerietätigkeit und durch die Feuerwellen der russischen Maschinengewehre verleidet. Auch die Danaidenarbeit an den Holzpumpen in den Kampfgräben des Nordflügels litt unter dem Störungsfeuer der russischen Batterien. Die Mannschaften hackten sich schmale Sitznischen in die Brustwehren und erwarteten mit hochgezogenen Knien über dem Wasser hockend und in klatschnassen Kleidern fröstelnd den Morgen. Warmes Essen konnte auch bei Nacht nur an einigen wenigen Stellen herangeschafft werden, Zwieback und kaltes Büchsenfleisch waren die ganze Erquickung nach zwölfstündiger Schlacht. Ein nervöses Infanteriefeuer flackerte bald hier bald dort auf. Leuchtkugeln und Scheinwerfer suchten das Vorfeld ab. Die wilde Kampflaune des ersten Schlachttages ging immer mehr in eine zähe, verbissene Wut über. In den Morgenstunden steigerte sich mit zunehmender Sicht die Artillerieschlacht auf der ganzen Front, und die Infanteriekämpfe begannen von neuem. Aber wo und wann der Feind auch zwischen Früh- und Abenddämmerung seine Bataillone vortrieb, es kam nirgends zu entschlossenen Sturmangriffen. Die mutlos und schreckhaft über die frischen Totenfelder vortappenden Haufen glaubten selbst nicht an den Sieg und waren unfähig, ihn zu erzwingen. Erst in der Nacht konnte die russische Führung auf dem Nordflügel ihre Massen zu einem ungestümen Angriff aufpeitschen. Infanterietätigkeit größeren Umfanges setzte an diesem Tage zuerst auf dem äußersten Südflügel ein. Während ein schwächlicher Versuch des Gegners, am frühen Morgen mit starken Gefechtspatrouillen durch das Ausfallstor des Vorwerks Stachowce in die hinter den Rücken der Regimenter am Narocz-See führende Mulde einzubrechen, durch Artilleriefeuer mühelos vereitelt wurde, begannen gleichzeitig am Wiszniew-See die russischen Regimenter der 25. Division einen mattherzigen Angriff, der den ganzen Tag über anhielt. Nachdem ein erster entschlossener Überrumpelungsvorstoß von Spiagla-Tarasowicze aus im Vorfeld verpufft war, arbeiteten sich die Russen kriechend und springend stundenlang in dem weiten Hügelland vorwärts. Nur schwächere Teile ballten sich zuweilen zu sinnlosen Angriffen zusammen…“

Tannhäuser

Ein großer Spielmann war unser Tannhäuser fürwahr, sonst hätte man seinen Minnesang ja nicht in der Heidelberger Liederhandschrift festgehalten. Damals kostete das Papier schließlich ordentlich Geld und die Bücher schreiben und ausschmücken zu lassen noch sehr viel mehr. Viel wissen tut man vom Tannhäuser nicht. Seinen Heimgang schätzte man auf 1270 und er trat am Hofe Herzog Friedrichs des Streitbaren an der Ostmark in Erscheinung. Außerdem soll er den Kreuzzug unseres Kaisers Friedrichs II. mitgemacht haben. Im sagenhaften Sängerkrieg auf der Wartburg maß er sich mit Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach. Selbst die Liebesgöttin Freya (Venus) soll ihm ihre Gunst geschenkt haben… Über die Wirren nach dem Heimgang des letzten Stauferkaiser lagt unser Tannhäuser nunmehr:

Ich muß beklagen,

daß die Welt seit einigen Zeit

alle Hoffnung auf Freude aufgeben will.

Die ist so kleinmütig ;

was auch immer ich in ihrem Dienst gesungen

habe, dafür sagt sie mir geringen Dank.

Einen anderen Mißstand

beklage ich allen Ernstes: daß die

wahre Freigebigkeit bei den Herren tot ist.

Dafür nenne ich zuerst

den Kaiser Friedrich.

Ach je, daß man in allen deutschen

Herrschaften nicht einen König

Finden kann, dem nach ihm des

Reiches Krone wirklich zukäme!

Ach je, daß er nicht leben soll,

dem sie so herrlich paßte!

Das war der freigebige König Heinrich,

bei dem war der Frieden von Dauer.

Daß ihm niemand nacheifert,

indem er sich des Reiches annähme

Und ihm in Treue beistünde!

Jetzt ist der König gestorben

und das Reich völlig ohne Erben.

Dadurch ist vom besten Land

Ein großer Teil zerstört.

Solange er lebte, König Konrad,

da waren viele noch voller Kraft,

die nach der Herrschaft strebten.

Nun ist es mit dem

Gefolge aller vorbei.

Wo sieht man noch eine Pracht entfalten,

wie es bei Königen üblich war,

für Bekannte wie für Gäste?

Ein mächtiger König aus der Böhmen Lande

und auch in Österreich,

ein Leopold und ein Friedrich,

die lebten ohne Tadel.

Ein junger Fürst von Meran

und auch ein Welf von Schwaben,

die bereitwillig vielen Leuten

eine Menge kostbarer Kleidung schenkten.

Ein junger Held von Abenberg

und Hugo, ein Tübinger,

die wirkten beide Herrenwerk,

sie halfen vielen aus der Bedrängnis.

Ein Hermann aus der Thüringer Land,

dazu ein Brabanter,

Konrad, von Landsberg genannt,

dazu der Bogener,

Dessen Freigebigkeit mir wohlbekannt war.

Wer erbt nun ihre Freigebigkeit?

Erich aus Dänemark,

dem wurde keine Gabe zu viel.

Seine Vorzüglichkeit wankte kein bißchen,

sie erweist sich stets als gleichmäßige Treue.

Dabei kommt mir ein Herr in den Sinn,

der zeigt so vollkommene Treue:

Von Brehna ein Graf Dietrich,

der besitzt wunderbar viele Vorzüge.

Großzügiger Gott im Himmelreich,

gewähre mir vor allem das

An seinem Sohn, Konrad genannt:

Solange ihn die Erde trägt,

so wünsche ich das um aller Länder willen,

daß er ein gerechter Herrscher werde

Und den Weg seines Vaters einschlage

nach der Lehre für einen gerechten Herrn.

Solange ihm die Jugend vorangeht,

so hat sein Alter Ehre.

Genauso hält es der junge Fürst,

eben der aus dem Land der Thüringer;

Albrecht erwächst großer Ruhm,

Brüder ohne Tadel.

Aus der Polen Land ein edler Fürst,

den will ich nicht vergessen.

Frau Ehre begehrt ihn jederzeit,

die hat ganz von ihm Besitz ergriffen.

Herzog Heinrich, reich an Ehren,

von Breslau genannt,

den will ich ganz gewiß loben:

meine Worte beschreiben ihn genau.

Hätte er den Besitz von tausend Fürsten,

sagt man in den deutschen Herrschaften,

den verschenkte sein großzügiger Sinn

und täte es bereitwillig.

Friede und Recht sind ausgesandt

von ihm auf seinen Weg.

Der junge König aus der Böhmen Land,

der lebt in eines Königs Weise.

Wer sah zu irgend einer Zeit je

eines so edlen Fürsten Krone,

wie er im Land der Böhmer trug,

dem sie so prächtig stand?

Gott helfe der Seele aus großer Not!

Ich denke dabei an alle die Herren,

die in Bezug auf wahre Freigebigkeit tot sind

und auch der Preisung ihres Ansehens.

Gott nehme sie alle in seine Schar auf!

Ich will von Fürsten singen –

derer finde ich leider überhaupt nur wenige –,

die sich jetzt um Ruhm bemühen.

Dem man stets das Beste nachsagte,

Heinrich von Meißen,

der seine Treue niemals brach,

der ist ohne jeden Makel,

er sollte des Reiches Krone tragen,

der Vater mit seinen Söhnen.

Ich konnte in meinem ganzen Leben niemals

irgend einen Makel an ihm finden.

Hennenberg besitzt großes Ansehen,

durch Vorzüge noch erhöht.

Graf Hermann, o was für eine Zeit,

daß der nicht gekrönt wurde!

Deshalb muß ich ihn zurecht beklagen.

Gott möge ihm dort lohnen!

Seinem Wert nach müßte er

im Himmelreich die Krone tragen.

Aus der Sachsen Land Herzog Albrecht,

der war das Vorbild der Fürsten.

Er konnte uns schlicht Frieden bringen;

die ganze Welt ehrt ihn.

Von Bamberg Bischof Egebrecht,

den will ich gerne grüßen.

Er war mit allen Vorzügen gesegnet,

er verstand es, Leid zu lindern.

Aus der Baiern Land ein edler Fürst,

den grüße ich mit meinem Gesang.

Sein Herz strebt nach vielerlei Ansehen,

nach seiner Freigebigkeit verlangt mich.

Sein Bruder heißt Ludwig,

der besitzt wunderbar viele Vorzüge.

Den Fürsten da von Braunschweig

behüte uns Gott besonders.

Um den Hof von Brandenburg steht es gut:

die fühlen sich so,

daß sie ganzer voller Weisheit sind,

diese Weisheit richtet sich auf Besitz.

Wo soll ich Herren suchen,

die sich heute um Lob bemühen?

Die wird Frau Ehre zeigen!

Wer wahres Lob wertschätzen kann,

in der Sprache eines edlen Herrn,

dem wird Lob gesungen!

Ich will den Fürsten nennen,

wenn ihr ihn erkennen wollt:

Sein Gruß und auch sein Lachen,

das kann mir Freude machen!

Seine Rede ist sittsam und lieblich die Worte,

das paßt niemandem besser als edlen Damen,

da ihre Güte vielen liebeskranken Männern

hilft, die in den Fesseln ihrer Liebe liegen.“

Adolph Hasse

Anno 1699 erblickte unser großer deutscher Spielmann Adolph Hasse im sächsischen Bergedorf das Licht der Erdenwelt und bekommt daher von uns Panzertieren eine kleine Geburtstagsfeier ausgerichtet. Er hat rund 200 Tondichtungen geschaffen, worunter sich über 60 Singspiele befinden. Deren Handlungen meist im klassischen Altertum angesiedelt sind und daher mit Hermann dem Cherusker oder der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern auch unsere deutsche Geschichte ein wenig streifen. Zum Leben unseres Hasses gibt es wenig zu sagen: Er ging Anno 1722 nach Italien und studierte dort die Tonkunst und wurde Anno 1731 zum kurfürstlichen Hofkapellmeister in Dresden ernannt. Anno 1763 wurde er beim Thronwechsel entlassen und verbrachte seine letzten Tage in unserer alten deutschen Reichshaupt Wien und in Venedig. Anno 1730 nahm er die Sängerin Faustina Bordoni zum Weib und zeugte mit ihr zwei Töchter und einen Sohn. Das Singspiel „Ezio“ – welches von der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern handelt, in welche wir Nibelungen beziehungsweise Burgunder ja irgendwie verstrickt sein sollen – würde ich unseren Hasse nun gerne zum Besten geben lasse, habe aber nur Bruchstücke davon im Zwischennetz gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=ujocSdlLYZA Ein paar kluge Gedanken hat sich unser Gelehrter Wilhelm Heinrich Riehl über unseren Tondichter in seinem Buch „Musikalische Charakterköpfe. Ein kunstgeschichtliches Skizzenbuch“ gemacht und so lesen wir Panzertiere – auf Geheiß der Jungfer Dosenschreck – daraus vor: https://archive.org/details/musikalischechar01rieh

„Wenn ein Sittenmaler, der seinen Stoff aus dem achtzehnten Jahrhundert nehmen will, recht grelle Lichtbilder des äußeren Scheines aufsucht, die zugleich die dunkelsten Schattenbilder des inneren Seins und Wesens sind, dann muß er das italienische Hofopernwesen studieren, wie es vor hundert Jahren an den deutschen Höfen floriert hat. Aber er muß studieren, studieren wie ein Philologe, der zweifelhafte Texte feststellen, der lückenhafte Codices ergänzen will. Denn obgleich es sich um einen bereits sehr schreibseligen Zeitabschnitt handelt, fließen doch die Quellen gar dürftig, weil eben die deutsche Literatur in dem verhätschelten Schoßkinde der Hofoper mit Recht ihre Todfeindin erblickte und darum blutwenig Neigung verspürte, sich mit einem Gegenstande gründlich zu befassen, den sie am liebsten zum Teufel gewünscht hätte und den sie bei einer schwächsten Seite, nämlich bei der sittlichen und sozialen doch nicht packen durfte. Während das deutsche Schauspiel unstet von Stadt zu Stadt wandern und in Bretterbuden und Reitbahnen seine Bühne aufschlagen mußte, hatte die italienische Oper in Deutschland feste Stätten gefunden, wohlgeschmückte Tempel ihrer Kunst. Der große Eckhof fuhr auf einem Leiterwagen, nebst einer kranken Frau und etlichen Hunden in Stroh gewickelt, zu einem Gastspiele in Braunschweig ein; die italienischen Sänger und Sängerinnen wurden in Hofequipagen zu den Theatervorstellungen abgeholt. Die deutschen Schauspieler hungerten und darbten, starben oft im Armenhospital, oft am Wege; die Opernsänger bezogen großenteils Gehalte von so vielen Tausenden, daß die heutigen übertriebenen Hoftheatergagen gar oft als geringfügige Summen daneben, erscheinen. Eine Sängerin, welche in den ersten Jahrzehnten des achtzehnten Jahrhunderts zu Stuttgart starb, hinterließ neben einem ansehnlichen Barkapital nicht weniger als hundertundfünfzig Taschenuhren, die sie nach und nach als Geschenke für besonders gelungene Leistungen erhalten hatte. Die bedeutendsten Schauspielergesellschaften besaßen nur drei Dekorationen: eine Landschaft, einen Saal und eine Bauernstube; viele Truppen beschränkten sich sogar darauf, die Bühne mit grünem Tuch zu verhängen, wenn die Handlung im Freien spielte, mit gelbem, wenn innere Räume anzudeuten waren; bei der Oper dagegen wurde das Dekorationswerk in üppigster Pracht ausgebildet; die ganze moderne Kulisseneinrichtung und Maschinerie datiert sich von den Hofopernbühnen aus dem Anfange des achtzehnten Jahrhunderts. In Verwandlungen, Erscheinungen, Feuerwerken, Wasserkünsten, ja selbst in wirklichen Taschenspielereien ward ein Übermaß des Sinnenprunkes entfaltet, gegen welches sich derlei Effekte in der heutigen Oper ziemlich mager ausnehmen dürften. Wollte ein Schauspielerprinzipal, der ein klein wenig für die Aufführung edlerer Stücke begeistert war, nicht geradezu Bankrott machen, dann mußte er durch gemeine Hanswurstiaden und schmutzige Zotenstücke, die übrigens von dem feinsten Publikum am stärksten beklatscht wurden, sich gleichsam Absolution erkaufen, damit man so beiläufig auch ein edleres Streben duldete. Die Oper dagegen hielt sich an ihre akademischen Regeln und Musterbilder, sie tyrannisierte den Geschmack des Publikums, und wenn die langen italienischen Arien deutschen Ohren etwa nicht verständlich waren oder langweilig klangen, dann verlangte man wohl, daß sich der deutsche Zuhörer andere Ohren, nicht aber der Komponist eine andere Kompositionsweise anschaffen solle. Die deutschen Schauspieler waren verachtet in der Gesellschaft, die Pfarrer wollten sie nicht zum Abendmahle zulassen, und nach dem Tode gönnte man ihnen vielleicht nur ein Plätzchen in der Armensünderecke des Kirchhofes; die italienischen Sänger dagegen waren gar oft nicht nur die einflußreichsten Leute am Hof, sie mischten sich selbst in Staatsgeschäfte, Einzelne wurden in den Adelstand erhoben, und wenn die Theatermätressenwirtschaft der Primadonnen auch nicht dazu diente, die innere Würde des Standes zu heben, so mehrte sie doch ein äußeres Ansehen…“

Soll durch die angebliche Todeskronenseuche etwa die Neue Weltordnung der sogenannten Vereinten Nationen vorangetrieben werden?

https://www.bitchute.com/video/Rx7d96Z8Sqw

Gar viele Wege führen zur Neuen Weltordnung der sogenannten Vereinten Nationen und diese gehen durchaus Hand in Hand. Mächtig wurde diese Anno 2001 durch das Falschflaggenunternehmen um die Hochhaussprengung zu Neuyork vorangetrieben. Wenn auch etwas verworren, da uns dort mohammedanische Glaubenseiferer vorgeführt wurden und zugleich unermüdlich eingetrichtert wurde, daß der Mohammedanismus gut und friedlich wäre und die Masseneinwanderung von Mohammedanern in den deutschen Rumpfstaat und die anderen Splitter unserer deutschen Nation unbedingt fortgesetzt werden müsse – obwohl unsere Ahnen seit 1400 immer mal wieder Abwehrkämpfe mit den Mohammedanern bestehen mußten. Schließlich waren wir Deutschen es, die Anno 732 die Sarazenen bei Tours und Poitiers zurückschlugen, Anno 1529 und Anno 1683 unsere alte Reichshauptstadt Wien gegen die Türken verteidigten und schließlich unter Herzog Karl von Lothringen, Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden und Prinz Eugen zum Gegenangriff übergingen und Ungarn vom Türkenjoch befreiten…

Aber ich schweife ab. Dieses Mal scheint die Neue Weltordnung der sogenannten Vereinten Nationen mit einen angeblichen oder tatsächlichen Seuche zuschlagen zu wollen. Die Natur der Kronengrippe liegt noch im Dunkeln. Möglich ist, daß es sich um einen biologischen Kampfstoff handelt. Denkbar ist aber auch, daß man hier einfach die alljährliche Grippe zum Schwarzen Tod aufgeblasen hat. Sicher aber ist schon jetzt, daß ob gemacht oder zufällig erschienen, die Kronengrippe für viele Zielsetzungen der Neuen Weltordnung der sogenannten Vereinten Nationen verwendet werden wird. Von der Bargeldabschaffung bis zum völligen Wirtschaftszusammenbruch scheint hier alles möglich zu sein. Die allgemeine Bespitzelung unseres deutschen Volkes wird dabei wohl auch weiter vorangetrieben werden. Und sollten die Ausgangssperren eine Weile anhalten, so könnte ein Großteil der Selbstständigen sowie der kleinen und mittleren Betriebe dem Pleitegeier zum Opfer fallen. Die Parteiengecken versprechen zwar sofortige Hilfsgelder, aber wie wir von zahlreichen Naturkatastrophen wissen, werden diese erst nach Jahren ausgezahlt werden – wenn überhaupt.

Nicht ganz unwichtig ist hier die Frage, ob dieser jüngste Streich der Neuen Weltordnung der sogenannten Vereinten Nationen mutwillig und nach Gutdünken erfolgte, um mal wieder freimaurerisch ein wenig (neue) Ordnung aus dem Chaos zu erschaffen oder ob man notgedrungen zur Tat schreiten mußte. Der Zusammenbruch des heutigen Wirtschafts- und Geldunwesens wird zwar im Zwischennetz fast täglich geweissagt, aber der Doktor Markus Krall könnte mit seiner Ansicht über den nahen Zusammenbruch des Bankenwesens durchaus recht haben. https://www.youtube.com/watch?v=72NtDYee-Ms

Es ist allerdings durchaus erschreckend, daß die Parteiengecken und die Lügenlizenzpresse im deutschen Rumpfstaat noch immer so mächtig sind, daß sie einen Großteil von dessen Bewohnern ins Bockhorn jagen können. Eine angebliche Seuche, deren Auswirkungen im Alltag durchaus nicht wahrzunehmen sind, genügt, um alle liberalen Freiheiten außer Kraft zu setzen und um die Volkswirtschaft mehr oder weniger lahmzulegen und damit zu zerstören. Und es gibt mal wieder ein riesengroßes Eselsohr bei diesem jüngsten Streich der Neuen Weltordnung der sogenannten Vereinten Nationen: Während nämlich angeblich die Grenzen geschlossen sind, holt die Puffmutter Ferkel auch weiterhin Fremdlinge ins Land, um den Hooton- und Kalergiplan zu vollenden. Wäre die Sache mit der Kronengrippe dagegen ernst, so würde man zumindest diese Teufelei für einige Wochen oder Monate aussetzen… Das Schlußwort hat einmal mehr unser General Ludendorff: https://archive.org/details/Ludendorff-Erich-Weltkrieg-droht

„Einen Tag vor seiner Ermordung auf der Guillotine, am 21. Januar 1793, sagte Ludwig XVI. von Frankreich: „Das alles mußte ich bereits vor elf Jahren – Wie kam es nur, daß ich nicht daran glaubte.“ An diese Worte erinnerte Hochgradbruder Didler die Fürsten Europas, dabei König Wilhelm I. von Preußen und den Fürsten Bismarck, als er sie in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in erschütternden Worten unter Hinweis auf die Revolutionen von 1798, 1830 und 1848 vor neuen Verbrechen der eingeweihten Juden und Freimaurer an den Völkern warnte. Bruder Didler sah als Christen den Jesuiten nicht. Was er aber schrieb, bezieht sich auch auf dessen Wirken. „Dieser tiefe Abgrund, welcher sich vor unseren Augen eröffnet, treibt uns mächtig, die Stimme zu erheben…“ „Um Ruhe und Frieden der Völker aufs neue zu begründen, bitten wir flehentlichst um Kenntnisnahme dieser unserer Mitteilungen aus den geheimen Gesellschaften, wenn sie auch von entsetzlicher Art sind.“ „Der Kritik darf in so verhängnisvollen Zeiten wie die unsrigen sich nichts entziehen. Die Fackel der Forschung muß in alle Dunkel hineinleuchten. Das historische und wissenschaftliche Erkenntnisprinzip duldet mit Willen kein Geheimnis und läßt sich am wenigsten von großen, weltaufregenden, schicksalsmächtig eingreifenden Mysteriengesellschaften, deren Grundsatz es ist, alle möglichen Gestalten anzunehmen und so eine tausendfach täuschende Rolle zu spielen, arglos am Narrenseil ziehen.“ „Wir gehen auf dem jetzigen Wege in Europa großen Katastrophen, einem Zusammenbrechen des ganzen Gebäudes, der gegenwärtigen gesellschaftlichen Ordnung entgegen, Ereignissen, in denen der Untergang sämtlicher Throne, Vernichtung aller Regentenfamilien, die Errichtung der europäischen Universalrepulik das letzte Ziel eines dämonischen Weltplanes der roten Freimaurerei, das heißt der Hochgrade ist.“ „Große Gefahren stehen bevor, wenn unsere hohen Monarchen, wie König Ludwig XVI., Augen und Ohren vor allen Stimmen verschließen, die so vielfach überall von treuen Untertanen erhoben werden. Solche hatten auch Ludwig gesagt: daß Seine, Seiner Gemahlin und Seiner Kinder Hinrichtung erfolgen werde – was er aber erst glaubte, nachdem ihm das Todesurteil vorgelesen worden war.“ Auch diese Monarchen glaubten nicht, was ihnen gesagt wurde, obschon sie selbst so vieles unmittelbar miterlebt hatten. Sie ließen die Völker ungewarnt und unaufgeklärt. So lebten Fürsten und Völker weiter sorglos dahin. Die Deutschen lagen, wie der Jude richtig sagt, „wie Esau unbekümmert und unbeschwert im Grase“ und „sahen gen Himmel“ und hofften auf ihr ewiges Leben dort. Sie achteten nicht der ihnen auf Erden drohenden Gefahren. So konnten die überstaatlichen Mächte „in den Tagen der Vergangenheit wühlen“ und „die Tage der Zukunft bis zur Überwindung der Welt“ zählen, die Träumer leicht überwinden und ihnen alles auf Erden nehmen. In meinem Werke „Kriegshetze und Völkermorden“ und in den geschichtlichen Abschnitten des Werkes „Das Geheimnis der Jesuitenmacht und ihr Ende“, das meine Frau und ich schrieben, zeigte ich das planvolle Wirken der überstaatlichen Mächte, das heißt der eingeweihten Juden und Freimaurer der führenden Priester der römischen Kirche sowie ihrer kapitalistischen Vertreter, der „Hochfinanz“, gegen die wie „Esau“ als Eintagsfliegen auf der Erde dahinlebenden Völker. Klar verfolgten die überstaatlichen Mächte seit Jahrhunderten, auch mit Hilfe des Glaubens, das Ziel: Vereinigung aller Länder der Erde in der von ihnen beherrschten Weltrepublik und der Völker in der von ihnen geleiteten, kollektivierten Menschenherde. Seit der Gründung des Deutschen Reiches 1870/71, im besonderen aber seit der Jahrhundertfeier der französischen Revolutionen im Jahre 1889 in Paris, wurde zur Erreichung dieses Ziels der Weltkrieg 1914/18 von den überstaatlichen Mächten vorbereitet. Sie schlossen Frankreich, Belgien, England, Rußland, Serbien unter Ausnutzung der von diesen Völkern gewollten oder ihnen suggerierten Lebensbestätigung in ein Bündnis gegen Deutschland und Österreich zusammen. Ihm traten auch Italien und Rumänien im gegeben Augenblicke bei. Sie gaben dabei Deutschland und Österreich-Ungarn, ihre bisherigen Bundesgenossen, dank dem Einfluß der überstaatlichen Mächte, preis…“

Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

Akira Kurosawa

Anno 1910 wurde der japanische Filmgroßmeister Akira Kurosawa geboren und so wollen wir heute etwas an ihn erinnern. Sehenswert sind von seinen Filmen besonders Die sieben Samurai, Das Schloß im Spinnwebwald, Ran, Die verborgene Festung, Kagemusha, Sanjuro, Yojimbo und Rashomon. Letzteres suche ich mir aus: https://archive.org/details/dom-24164-rashomon – Wir befinden uns im alten Japan und eine Fremde suchen Schutz in einer Tempelruine vor dem Regen. Dort erzählen sie von eines Mordes, wobei die Geschichte aus der Sichtweise des Räubers, der Frau des ermordeten Samurais und zuletzt des Ermordeten selbst erzählt wird. Mit diesem kleinen Meisterwerk machte Kurosawa zum ersten Mal die weite Welt auf sich aufmerksam. Sehr sehenswert.

Kaiser Wilhelm der Große

Anno 1797 wurde unser alter deutscher Kaiser Wilhelm der Große in Berlin geboren. Der Sohn Friedrich Wilhelms III. von Preußen und der Luise von Mecklenburg regierte unser altes deutsches Reich von Anno 1866 bis Anno 1888. König von Preußen wurde er Anno 1861, nachdem er zuvor schon drei Jahre lang die Regierungsgeschäfte für seinen erkrankten Bruder Friedrich Wilhelm IV. geführt hatte. Gegen den Widerstand der liberalen Trantüten setzte er – mit Hilfe seines Kanzlers Otto von Bismarcks und seines Kriegsministers Albrecht von Roon – eine umfassende Heeresreform durch. Dann zog er Anno 1864 gegen die Dänen zu Felde und befreite unsere deutschen Herzogtümer Holstein und Schleswig. Anno 1866 schlug er die Österreicher bei Königgrätz und Anno 1870 und 1871 warf er die Welschen im eigenen Land nieder und befreite damit unser deutsches Herzogtum Lothringen. In seinen Feldzügen stand ihm als Stabschef unser Feldmarschall Helmuth von Moltke zur Seite – man kann die beiden mit Blücher und Gneisenau oder mit Hindenburg und Ludendorff vergleichen. Anno 1871 erneuerte Wilhelm der Große unser deutsches Kaisertum und führte unser altes deutsches Reich in ein goldenes Zeitalter. Anno 1829 nahm er Augusta von Weimar zur Frau, die ihm zwei Kinder schenkte. Seine Nachfolge trat sein Sohn Friedrich IV. an. Zum Geburtstag Kaiser Wilhelms I. darf natürlich unser altes Kaiserlied „Heil dir im Siegeskranz“ nicht fehlen. https://www.youtube.com/watch?v=IjJa3_dR5Ac Bei unserem Geschichtsschreiber Berthold Volz versuchen sich die Dänen nun als Schwarzer Ritter https://www.youtube.com/watch?v=7IfsjYVWNaM und wollen auch nach der Erstürmung der Düppeler Schanzen nicht aufgeben:
„Von Gravenstein aus besichtigte der König die eroberten Schanzen. Klarer als aus allen Berichten sprang es hier, wenn man die steile Böschung der Erdwerke hinabsah oder auf das breite Sturmfeld davor den Blick richtete, in die Augen, welche Tapferkeit und Todesverachtung, aber auch welche Zucht und Disziplin dazu gehört hatten, um diese Werke zu stürmen. Die Rückfahrt nahm der König über Nübel, um das Lazarett zu besichtigen. Er trat an das Schmerzenslager des Generals von Raven, tröstete ihn mit freundlichem Zuspruch und verlieb ihm den Orden Pour-Le-Merite: und ein leises lächeln der Freude überzog auf einen Moment die Züge des sterbenden Helden. Unterdessen hatte sich bei Gravenstein die andere Hälfte der Düppel-Sieger versammelt, die in entfernteren Quartieren im Sundewitt untergebracht war. Auch über sie nahm der König die Parade ab und überreichte mehreren Unteroffizieren und Gemeinen mit eigener Hand die Auszeichnungen, die er ihnen für bewiesene Tapferkeit verliehen. Noch am Abend fuhr der König nach Flensburg, übernachtete hier im Hause des Kaufmanns Callsen, besuchte am nächsten Tage die Lazarette und kehrte nach dreitägiger Abwesenheit nach Berlin zurück. Am 3. Mai langten auch die Trophäen des Sieges, die eroberten Geschütze – 118 an der Zahl – in Berlin an. Ein Zug von 127 Mann, lauter Düppel-Sieger, geführt von dem Premierleutnant Stöphasius, der sich durch tollkühnen Wagemut bei dem Sturme hervorgetan, eskortierte sie. Vom Brandenburger Tor ging der Zug, reich bekränzt, von flatternden Danebrogfähnchen umweht, während die Berliner Garnison auf dem ganzen Wege Spalier bildete, die linden hinauf bis zum Palais des Königs. Das war ein Triumphzug, wie er das Herz des Preußen höher schlagen macht. Mit begeisterten Hochrufen begrüßte die dicht gescharte Volksmenge den Zug der Tapferen, die im unscheinbaren Feldanzuge, aber ruhmbekränzt, den dröhnenden Geschützen voranschritten. Bei der Statue des alten Blücher machten sie Halt. Hier hielt der König. Mit eigener Hand reichte er den Mannschaften, die von ihren Truppenteilen zur Dekorierung vorgeschlagen waren, die ihnen verliehenen Ehrenzeichen. Und am nächsten Tage lud er sie alle als seine Gäste ins Schloß zu festlichem Mahle, erschien selbst in der Mitte der fröhlichen Streiter und führte ihre Freude zum Gipfel, indem er allen mit freier Fahrt mit Post und Eisenbahn einen zweiwöchigen Urlaub in die Heimat ankündigte. Unterdessen war in London die Konferenz der Großmächte zusammengetreten, an der als Vertreter des Deutschen Bundes auch der sächsische Minister von Beust teilnahm. Es gelang ihr denn auch, als Einleitung des Friedensschlusses einen Waffenstillstand zwischen den kriegführenden Mächten zu vermitteln. Aber Dänemark wies jede Zumutung nachzugeben mit kurzsichtiger Hartnäckigkeit zurück; es glaubte immer noch, wenn es auf seine Inseln sich zurückzöge, den Waffen der Verbündeten widerstehen zu können. Nebenbei hoffte es unbelehrt auf Englands Hilfe. Und wirklich setzte England alles daran, wenn es auch nicht den Entschluß finden konnte, selbst in den Krieg einzugreifen, doch die kriegführenden Verbündeten von einander zu trennen. Einen Moment wollte es auch scheinen, als wenn Österreich, Englands Andrängen nachgebend, die Fortführung des Krieges Preußen allein überlassen würde; indes eine Zusammenkunft König Wilhelms mit dem Kaiser Franz Joseph in Karlsbad stellte nicht nur das alte Einvernehmen zwischen den Verbündeten her, sondern führte auch zu Verabredungen über die Fortführung des Feldzuges. Somit löste sich ohne Ergebnis am 25. Juni die Konferenz auf, und der Krieg begann sofort von neuem. Auf der Insel Alsen stand in wohl befestigten Stellungen die Hauptmasse der dänischen Armee, unangreifbar, wie sie meinte, durch den Alsensund gegen die Preußen auf dem Festlande gedeckt; denn aus ihren Schanzen auf dem hohen Inselufer konnte sie jedes Boot, das etwa die Überfahrt wagte, in Grund schießen oder mit dem Rolf Krake niederrennen. An Wrangels Stelle als Höchstkommandierender war inzwischen Prinz Friedrich Karl getreten, während für diesen die Preußen jetzt General Herwarth von Bittenfeld führte. Die nächste Aufgabe für die Preußen mußte die Vertreibung der Dänen von Alsen sein. Indessen wie viel Schwierigkeiten stellten sich dem entgegen! Es galt nicht einen Fluß, sondern im Angesichte des Feindes einen Meeresarm zu überschreiten, dessen reißende Strömung und Breite das Schlagen einer Brücke unmöglich machten, dessen jenseitiges Ufer mit zahlreichen Schanzen und Batterien dicht besetzt war. Auf leichten Böten galt es sich dem Meere, bedroht von Wind und Wetter, anzuvertrauen, während die Kriegsschiffe des Feindes mit ihren Geschützen das Meer bestrichen…“