Anno 1942 meisterte unsere Messerschmitt 262 ihren Erstflug und wird daher gefeiert. Bewaffnet war unsere Me 262 mit vier 30mm-Geschützen und 24 Orkan-Raketen. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 870 Stundenkilometer, die Flughöhe bis elf Kilometer und die Reichweite 840 Kilometer. Gebaut wurden ungefähr 1370 Stück. Der beste Flieger war unser Kurt Welter, der 29 Abschüsse mit unserer Me 262 erzielte. Unsere Me 262 hätte wohl ein ganzes Jahr früher in die Luftschlacht geworfen werden können, wenn sich die Regierung von der Begeisterung der Jagdflieger und der Flugzeugbauer hätte anstecken lassen. Leider war der Douhetismus oder Bomberwahn mal wieder stärker. Bei unserem Galland nimmt nun der Versuch, aus unserer Me 262 einen Bomber zu machen, bedenkliche Ausmaße und Formen des groben Unfuges an:

„Messerschmitt und ich versuchten verzweifelt, gegen diese Fehlentscheidung Sturm zu laufen. Die deutschen Jagdflieger besaßen ein Recht, dieses überlegene Jagdflugzeug für sich zu fordern. Das Bewusstsein, dieses Recht zur Geltung bringen zu müssen, gab uns vielleicht mehr noch als die nüchternen militärischen Überlegungen die Kraft, nichts unversucht zu lassen, Göring umzustimmen. Ich gewann auch den Eindruck, dass er innerlich selbst von der Richtigkeit meiner Argumente überzeugt war. Aber nach außen hin machte er Hitlers Entschluss ganz zu dem seinen. Er schloss: „Damit wir uns klar verstehen: Eine Debatte oder Diskussion über die grundsätzliche Frage ist nicht mehr denkbar.“ Die Jagdwaffe und die Reichsverteidigung, die in dem Düsenjäger die Rettung aus einer unhaltbaren Situation erblickt die ihn schon fest in Händen zu halten geglaubt hatten, mussten ihre Hoffnungen begraben. Die gesamte Erprobung, Ausbildung des Personals und Einsatzvorbereitung wurden dem General der Jagdflieger abgenommen und dem General der Kampfflieger übertragen. Während in den wenigen Wochen bis zum Beginn der Invasion Stadt um Stadt, Rüstungsfabriken, Verkehrsanlagen und Werke zur synthetischen Benzinerzeugung in der unzureichend geschützten Heimat zertrümmert wurden, versuchte der General der Kampfflieger, aus der Me 262 einen Bomber zu machen. Piloten mussten ausgebildet, der Bombenwurf erprobt, taktische Verfahren ermittelt und zahlreiche Änderungen am Flugzeug vorgenommen werden. Als die Invasion schließlich am 6. Juni 1944 begann, war nicht ein einziger von den Blitzbombern, die sie hatten abwehren sollen, einsatzbereit. Selbst in den folgenden Wochen, solange die Front im Invasionsraum noch hielt, kam es zu keinem Schnellstbombereinsatz. Die Düsenflugzeuge stellten erhöhte Anforderungen an Ausmaße, Bevorratung und Hilfsmittel der Flugbasen. Die Schaffung geeigneter Flugplätze und Startbahnen war daher in Übereinstimmung mit der geplanten Serienfertigung der Me 262 ins Auge gefasst worden. Meine Ansicht war, dass mit dem Ausbau von innen nach außen fortgeschritten werden müsse. Denn ich wollte die neuen Düsenjäger zunächst im Herzen der Heimat, über den Zentren der Rüstung einsetzen, um hier gleichzeitig mit dem so notwendigen Schutz technische und taktische Erfahrungen in unmittelbarem Kontakt mit dem Herstellerwerk zu sammeln. Mit wachsender Stärke sollte sich dann der Einsatzbereich ringförmig erweitern, um schließlich bis an die Fronten und über diese hinaus vorzudringen. Die Führung hatte gegenteilig entschieden. Da sie den „Blitzbomber“ mit seinem taktischen Aktionsradius von knapp 200 Kilometer zur Abwehr der Invasion einsetzen wollte, mussten die ersten Plätze möglichst nahe an der Front angelegt werden. Mit diesem verspäteten Ausbau West nach Ost, kam es schließlich so, dass die unter größtem Aufwand von Material und Arbeitskraft erstellten Startbahnen gerade immer erst dann kurz vor der Fertigstellung standen, wenn sie von den Alliierten eingenommen wurden. Auch hier wieder eine unselige Kette von Fehlern, deren einer immer den anderen nach sich zog. Im August 1944 endlich, als die Erfolgsmöglichkeiten durch den alliierten Vormarsch bereits verschwindend gering geworden waren, kamen die ersten Schnellstbombereinsätze gegen die alliierten Invasionsarmeen zustande. Es wurden dabei täglich ein paar Bomben irgendwo jenseits der Front auf feindliches Gebiet abgeworfen. Selten konnte man sagen, was, ob überhaupt und mit welchem Erfolg sie getroffen hatten. Wie anders sah das Bild aus, das Göring uns von dem Einsatz entworfen hatte, „so wie ihn sich der Führer denkt“! Es muss hier festgestellt werden, dass die Bomberführung und ihre Verbände die Me 262 anfangs nicht für sich gefordert hatten. Sie wurde ihnen zugewiesen mit dem Auftrag: „Erfüllt den Befehl des Führers.“

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Anno 1831 wurde Reinhold Begas, seines Zeichens großer deutscher Bildhauer, in Schöneberg geboren. Neben verschiedenen bildhauerischen Arbeiten zeichnete er sich vor allem für die Ausschmückung unserer dritten Hauptstadt Berlin verantwortlich. Dazu schuf er beispielsweise die Nationaldenkmäler für unseren Kaiser Wilhelm I. und für unseren Eisernen Reichskanzler Otto von Bismarck, den Neptunbrunnen, das Schillerdenkmal und gestaltete die Siegesallee. Eine kleine Werkschau zur Feier des Tages ist da Pflicht. Unsere deutsche Kunst und Kultur will schließlich gehegt und gepflegt werden, damit die türkischen Kolonisten der VS-Amerikaner und andere Landplagen sich nicht ungestraft erfrechen zu behaupten, daß wir Deutschen keine Kultur hätten.

Anno 1606 wurde unser großer deutscher Maler Rembrandt van Rijn in Leiden geboren und soll daher gefeiert werden. Mag dies die Umerzogenen und VS-Amerkanisierten auch noch so sehr mißfallen. Unsere Niederlande sind und bleiben ein Teil unseres deutschen Vaterlandes, mögen diese auch seit geraumer Zeit vom deutschen Reichsverband abgetrennt sein. Durch eine Abtrennung eines Landesteils ändert sich ja dessen Volkstum nicht. Rund 700 Werke gibt es von unserem Rembrandt zu bestaunen. Alle hat er diese wohl nicht gemalt, aber vor Fälschungen und falschen Zuschreibungen ist kein großer Künstler gefeit. Es könnte sich also durchaus der ein oder andere falsche Rembrandt in unsere Werkschau einschleichen…

„Die römische Disziplin besteht nur noch bei uns. Folgen wir auch darin dem Beispiel der Römer, daß wir den Krieg zum Gegenstand unsres Studiums und den Frieden zur steten Übung machen.“

Schreibt Friedrich der Große in seinen Generalprinzipien des Krieges und so gesehen könnte durchaus etwas dran sein, an der Behauptung der VS-Amerikaner, daß der Julius Cäsar und Deutsche erschaffen habe. Es gibt da nämlich eine Stelle beim Tacitus, die vermuten läßt, daß wir Deutschen viel von den alten Römern im Kriegswesen gelernt haben:

„So ordnen sich zur Schlacht die Heere, beiderseits mit gleicher Hoffnung, und nicht, wie sonst bei den Germanen, in planlosem Zusammenlauf oder in zerstreuten Haufen; denn der lange Krieg mit uns hatte sie daran gewöhnt, den Feldzeichen zu folgen, durch Rückhalt sich zu decken, auf die Worte der Feldherrn zu achten.“

Daher feiern wir Deutschen doch gerne den Geburtstag Cäsars. Haben doch auch die Schweden mit uns im Siebenjährigen Krieg den Geburtstag unseres alten Fritz mit uns gefeiert.

Anno 1888 wurde unser großer deutscher Rechtsgelehrter Carl Schmitt in Plettenberg geboren. Seine Laufbahn als Rechtswahrer begann er Anno 1907 mit dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten von Berlin, München und Straßburg. Anno 1910 erhielt er die Doktorwürde und Anno 1916 promovierte er. Es folgt die Freiwilligenmeldung zum deutschen Heer im Vierjährigen Krieg. Anno 1921 erhielt seinen ersten Lehrstuhl an der Universität von Greifswald. Anno 1922 folgte Bonn, Anno 1926 Berlin und Anno 1932 Köln. Anno 1933 wurde er zum preußischen Staatsrat ernannt und setzte sich in den kommenden Jahren für den Autobahnbau ein. Dafür grollten ihm die Landfeinde und deren liberalen Lakaien gar sehr und so war es unserem Carl Schmitt nach dem Sechsjährigen Krieg versagt, weiterhin öffentlich zu wirken. Jedoch schrieb er munter weiter Bücher und diese sind in Fragen des Staats- und Völkerrechtes stets zu Rate zu ziehen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf „Politische Romantik“, „Die Diktatur“, „Politische Theologie“, „Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus“, „Römischer Katholizismus und politische Form“, „Der Begriff des Politischen“, „Verfassungslehre“, „Der Hüter der Verfassung“, „Legalität und Legitimität“, „Staat, Bewegung, Volk“, „Über die drei Arten des rechtswissenschaftlichen Denkens“, „Völkerrechtliche Großraumordnung und Interventionsverbot für raumfremde Mächte“, „Land und Meer. Eine weltgeschichtliche Betrachtung“, „Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum Europaeum“, „Hamlet oder Hekuba“, „Theorie des Partisanen“ und „Politische Theologie II. Die Legende von der Erledigung jeder Politischen Theologie“ zu richten. Da es unser Carl Schmitt bis zum preußischen Staatsrat gebracht hat, bekommt er zu seinem Geburtstag natürlich das Preußenlied: https://www.youtube.com/watch?v=l-_XcuHcIPI Als Schrift suche ich mir „Die Wendung zum diskriminierenden Kriegsbegriff“ aus, da unser Carl Schmitt darin ein wenig dem pazifistisch-propagandistischen Unfug des sogenannten Völkerbundes und der sogenannten Vereinten Nationen auf den Zahn fühlt. Selbige Schrift ist in elektronischer Form zur Zeit leider nicht greifbar und so mache ich eben etwas in „Der Begriff des Politischen“ weiter: https://www.augsberg.jura.uni-kiel.de/de/lehrveranstaltungen/lehrveranstaltungen-ss-2016/seminar-schmitt-lektueren-carl-schmitt-im-spiegel-seiner-interpreten/vorlesungsmaterialien/carl-schmitt-der-begriff-des-politischen/at_download/file

Die Hegung und klare Begrenzung des Krieges enthält eine Relativierung der Feindschaft. Jede solche Relativierung ist ein großer Fortschritt im Sinne der Humanität. Freilich ist es nicht leicht, ihn zu bewirken, denn es fällt den Menschen schwer, ihren Feind nicht für einen Verbrecher zu halten. Dem europäischen Völkerrecht des zwischenstaatlichen Landkrieges ist der ·seltene Schritt jedenfalls gelungen: Wie er andern Völkern gelingen wird, die in ihrer Geschichte nur Kolonial- und Bürgerkriege kennen, bleibt abzuwarten. Auf keinen Fall ist es ein Fortschritt im Sinne der Humanität, den gehegten Krieg des europäischen Völkerrechts als reaktionär und verbrecherisch zu ächten und statt dessen, im Namen des gerechten Krieges, revolutionäre Klassen- oder Rassenfeindschaften zu entfesseln, die Feind und Verbrecher nicht mehr unterscheiden können und auch nicht mehr unterscheiden wollen. Staat und Souveränität sind die Grundlage der bisher erreichten völkerrechtlichen Begrenzungen von Krieg und Feindschaft. In Wahrheit enthält ein nach den Regeln des europäischen Völkerrechts korrekt geführter Krieg in sich mehr Sinn für Recht und Reziprozität, aber auch mehr an rechtlichem Verfahren, mehr „Rechtshandlung“ wie man früher sagte, als ein von modernen Machthabern inszenierter Schauprozess zur moralischen und physischen Vernichtung des politischen Feindes. Wer die klassischen Unterscheidungen und die auf ihnen aufgebauten Hegungen des zwischenstaatlichen Krieges niederreißt, muß wissen was er tut. Berufsrevolutionäre wie Lenin und Mao Tsetung wußten es. Manche Berufsjuristen wissen es nicht. Sie bemerken nicht einmal, wie die überkommenen klassischen Begriffe des gehegten Krieges als Waffen des revolutionären Krieges benutzt werden, deren man sich rein instrumental, freibleibend und ohne Verpflichtung zur Gegenseitigkeit bedient. Das ist die Lage. Eine so verwirrte Zwischensituation von Form und Unform, Krieg und Frieden, wirft Fragen auf, die unbequem und unabweislich sind und eine echte Herausforderung in sich enthalten. Das deutsche Wort Herausforderung bringt hier sowohl den Sinn eines Challenge wie den einer Provokation zum Ausdruck.“

Anno 1708 hat unser Prinz Eugen die Welschen bei Oudenarde geschlagen. Ein weiterer großer Schlachtensieg. Das Heer unseres Prinzen Eugens umfaßte 70,000 Streiten, wogegen die Welschen 80,000 Kriegsknechte aufbieten konnten. In der Schlacht führte unser Prinz Eugen den rechten Flügel und erfocht auf diesem auch den Sieg. Ein Sieg, der die Welschen 25 Feldgeschütze, 78 Feldzeichen und 10,000 Mann kostete. Unsere Verluste beliefen sich dagegen auf 1000 Gefallene und 2000 Verwundete. Vor der Schlacht schienen die Niederlande in Gefahr zu schweben von den Welschen erobert zu werden. Danach wurde die Belagerung der welschen Festung Lille unternommen und die Städte deutschen Gent und Brügge befreit. Da die Welschen gegen unseren Prinz Eugen auf dem Schlachtfeld nichts auszurichten vermögen, versuchen sie es stattdessen mit Gift: https://archive.org/details/prinzeugenvonsa00arnegoog

Während Eugen in solcher Weise nach verschiedenen Richtungen hin, zur Fortführung der Belagerung und zur Abwehr der Angriffe von Außen rastlos tätig war, wurde ein Anschlag gefaßt und von frevlerischer Hand vollbracht, welcher diesem ruhmvollen Wirken ein plötzliches Ziel zu setzen berechnet war. Unter verschiedenen Briefen, die dem Prinzen durch Vermittlung der holländischen Post zukamen, befand sich auch einer, welcher bei seiner Eröffnung durch Eugen nichts als ein Stück Papier enthielt, das mit einem fetten, klebrigen Stoffe getränkt war. Ohne einen Augenblick seine Miene zu verändern oder seinen Gleichmut zu verlieren, warf Eugen das Papier von sich Als er jedoch die Bestürzung seiner Umgebung gewahrte, soll er gesagt haben, daß dies nicht die erste Sendung der Art sei, welche er erhalten habe. Es scheint, daß diese Ereignis durchaus keinen besonderen Eindruck auf den Prinzen hervorgebracht habe. Er beschränkte sich darauf zu sagen, „daß er nicht glaube, irgend Jemand in der Welt zu einer so ärgerlichen Tat Anlaß gegeben zu haben.“ In desto größere Aufregung versetzte es jedoch den weiten Kreis seiner Freunde und Verehrer. Sie lagen dem Prinzen dringend an, die Sache nicht ungeahndet vorüber gehen und wenigstens zur Erforschung des Täters Erhebungen pflegen zu lassen. Lang baten sie umsonst, endlich, fast einen Monat nachdem die Begebenheit sich zugetragen hatte, kam dem Prinzen durch den Grafen Martinitz aus Prag ein Wink zu, der vielleicht auf die gewünschte Spur leiten konnte. Nun sandte Eugen das Couvert, unter welchen er das vergiftete Papier erhalten hatte, an den kaiserlichen Residenten von Heems nach dem Haag, um Nachforschungen nach dem Täter anzustellen. Es ist nichts darüber bekannt geworden, ob dieselben irgend ein Resultat gehabt haben. Leicht begreift es sich, daß ein solches Ereignis mitten in einem erbitterten Kriege zu der Vermutung Anlaß gegeben hat, der Vergiftungsversuch gegen den Prinzen sei von Frankreich ausgegangen, um denjenigen aus dem Wege zu räumen, welchen es für seinen furchtbarsten Gegner hielt. Es liegt jedoch nicht das geringste Anzeichen vor, durch welches diese Annahme eine Bestätigung erhielte. Die Entrüstung, mit der vor vier Jahren, bei der Belagerung von Landau, Ludwig XIV. einen Anschlag auf das Leben des damaligen römischen Königs Joseph zurückgewiesen hatte, spricht dafür, daß er eines solchen auch nicht gegen Eugen fähig gewesen wäre. Hätte er sich eines Gegners in meuchlerischer Weise entledigen wollen, so würde er sicher ein weniger trügerisches Mittel dazu gefunden haben. Es ist vielmehr alle Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß der ganze Anschlag, welcher glücklicher Weise ohne verderbliche Folgen für den Prinzen blieb, nichts als ein Akt niedriger Privatrache war, vielleicht von dem einen oder anderen wenig bekannten Manne ausgehend, der sich in irgend einer Weise durch Eugen verletzt glaubte.

Anno 1657 wurde in Königsberg unser König Friedrich I. von Preußen geboren. Der Sohn des großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm und der Luise Henriette von Oranien regiert unser altes Preußen von Anno 1688 bis Anno 1713 und erhob das Kurfürstentum Brandenburg zum Königreich Preußen. Diese damalige Eitelkeit trug nachher viel zur Ausbildung und Entwicklung eines einheitlichen preußisches Staates bei und wirkte auf seine Nachfahren als steten Ansporn zu höheren Dingen. Anno 1701 erfolgte die Selbstkrönung Friedrichs I. in Königsberg. Denn im Herzogtum Preußen war er der Oberherr. Die Herrschaft Friedrichs I. ist allerdings ein wenig zwiespältig. Durch seine rege Teilnahme an den Abwehrkämpfen unseres alten deutschen Reiches gegen die Welschen und Türken erwarb er sich großen Ruhm. In den Schlachten von Slankamen (Anno 1691), Höchstädt (Anno 1704), Turin (Anno 1706), Oudenarde (Anno 1708) und Malplaquet (Anno 1709) fochten unsere preußischen Truppen mit Auszeichnung. Es gelang Friedrich I. zudem unser altes Preußen aus dem Großen Nordischen Krieg herauszuhalten, in dem sich Dänemark, Polen und Rußland gegen Karl XII. von Schweden so manche blutige Nase holten. Einen Schatten werfen aber die inneren Verhältnisse unseres alten Preußens auf die Herrschaft des ersten Preußenkönigs. Günstlingswirtschaft, Schuldenmacherei, Prunksucht und Korruption machten dem Land schwer zu schaffen. Der spätere Soldatenkönig Friedrich Wilhelm faßte aus Abscheu über die Verhältnisse am Hof seines Vaters seinen Entschluß zu jener Staatsreform, die unser altes Preußen begründen sollte. In seinen „Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg“ hat uns Friedrich der Große auch die Taten seines Großvaters aufgeschrieben. Mag er dabei etwas zu streng mit seinem Vorfahren ins Gericht gegangen (und deutlich zu nachsichtig mit den Welschen gewesen) sein, so soll doch daraus zu Feier des Tages vorgetragen werden. Während das Kriegsglück die Schweden verlassen hat, ist es unserem Prinzen Eugen hold und dieser bringt den Welschen eine Niederlage nach der anderen bei: http://friedrich.uni-trier.de/de/volz/1/uc_p1/

Als August von Sachsen seinen Gegner gestürzt sah, glaubte er sich seines Wortes und des Vertrags von Altranstädt ledig. Er besprach sich in Berlin mit dem König von Dänemark und Friedrich I., worauf er mit einem Heer wieder in Polen eindrang. Der König von Dänemark griff die Schweden in Schonen an. Friedrich I. ließ sich von den beiden Mächten nicht beirren, sondern blieb neutral. In Polen wandten sich alle Anhänger der Schweden nun den Sachsen zu. Stanislaus war bei dem schwedischen Heer, das unter Krassows Befehl stand. Als der General sich von Moskowitern und Sachsen eingeschlossen sah, zog er durch die Neumark nach Stettin, ohne erst die Genehmigung Friedrichs I. einholen zu können, der solche Durchzüge und die Nachbarschaft so bedeutender Heere mit Verdruß sah. Der König unternahm darauf eine Reise nach Königsberg und erlangte vom Zaren, der sich gleichfalls dorthin begab, die Zusage, daß er den jungen Herzog von Kurland, einen Neffen Friedrichs, wiedereinsetzen werde, vorausgesetzt, daß der Herzog die Nichte Peter Alexejewitschs heiratete. Von seinen Truppen erhielt der König nur gute Nachrichten. Sie zeichneten sich in Flandern nicht minder aus als in Italien. Sie verrichteten unter dem Kommando des Grafen Lottum Wunder, in der Schlacht bei Oudenaarde wie bei der Belagerung von Lille (1708). Die Franzosen waren durch den Mißerfolg ihrer Waffen, durch den Verlust von drei großen Feldschlachten hintereinander entmutigt und machten im Haag Friedensvorschläge (1709). Allein die Gärung der Geister war noch zu groß, Hoffnungen und Ansprüche beider Parteien gingen noch zu weit, als daß es möglich gewesen wäre, schon zu einer Einigung zu gelangen. Wären die Menschen der Vernunft zugänglich, wie würden sie dann wohl so lange erbitterte und beschwerliche Kriege führen, um früher oder später auf Friedensbedingungen zurückzukommen, die ihnen nur in den Augenblicken unerträglich erscheinen, wo die Leidenschaft sie beherrscht oder das Glück sie begünstigt? Die Verbündeten eröffneten den Feldzug mit der Wegnahme von Tournai und der Schlacht bei Malplaquet. Bei ihr war der preußische Kronprinz persönlich zugegen. An dem Siege hatte Graf Finckenstein großen Anteil. Er war mit seinen Preußen der erste, der in die französische Verschanzung eindrang. Er formierte seine Truppen auf der Brustwehr und deckte von dort aus die kaiserliche Reiterei, die von den Franzosen zweimal zurückgeschlagen wurde, so lange, bis Truppen in größerer Anzahl zu den seinen stießen und den Sieg besiegelten. In Pommern erweckten die Schweden durch ihre Demonstrationen die Besorgnis, sie möchten in Sachsen eindringen (1710). Da der König von Preußen befürchtete, der Krieg könne schließlich in seine eignen Staaten hin überschlagen, suchte er die Kriegswirren des Nordens zu beschwichtigen, traf aber lauter Maßnahmen, die sie leicht hätten vermehren können. Er regte die Aufstellung eines Neutralitätsheeres an, das aber niemals zusammengebracht wurde. Krassow war mit einem Waffenstillstand einverstanden. Als Karl XII. davon hörte, erhob er vom tiefsten Bessarabien her Einspruch gegen jede Neutralität. Der kaum entworfene Vertrag wurde gebrochen und teilte somit das Schicksal aller Staatshandlungen, die durch Not und Ohnmacht zu einer bestimmten Zeit zustande kommen, aber zu einer anderen Zeit durch die Macht der Umstände zunichte gemacht werden. Was den Süden betrifft, so knüpfte Frankreich in Gertuydenberg die Friedensverhandlungen wieder an. Schon bei den ersten Besprechungen verpflichtete es sich, das Königtum Preußen und die Souveränität über Neuchâtel anzuerkennen. Das Friedenswerk kam indessen noch nicht zur Reife, und der Feldzug ging weiter. Die Preußen unter dem Fürsten von Anhalt belagerten Aixe und Douai und eroberten beide Plätze. Der König erklärte darauf, er werde die Stadt Geldern, in der er eine Besatzung hatte, nicht herausgeben, bevor die Spanier ihm nicht die Subsidien bezahlten, die sie ihm schuldeten. Beim Friedensschluß blieb er denn auch im Besitz Gelderns. Damals starb der Herzog von Kurland, des Königs Neffe (1711). Die Moskowiter bemächtigten sich wiederum Kurlands. Sie wollten auch Elbing nehmen, da aber der König Rechte auf diese Stadt hatte, wurde ein preußisches Bataillon als Besatzung dorthin gelegt.“

Anno 1941 schlug unser Feldmarschall Fedor von Bock die Schlacht von Bialystok und Minsk. In dieser kesselte er 35 von 46 russischen Divisionen ein und rieb diese auf. Von den 625,000 russischen Kriegsknechten wurden 420,000 getötet, verwundet oder gefangenengenommen und von den 4000 russischen Panzern 3300 Stück abgeschossen oder erbeutet. Dazu gingen den Russen noch 1800 Geschütze verloren. Damit war einer der Angriffskeile zerschlagen, die unser altes deutsches Reich niederwerfen sollten. Möglich wurde dieser Sieg durch dein Einsatz unserer Panzergruppen II und III und von deren Befehlshabern, unseren Generalobersten Heinz Guderian und Hermann Hoth. Mit der Kesselschlacht von Bialystok hat uns Deutschen unser Panzerheinz Guderian fürwahr einmal mehr einen Beweis für die Richtigkeit seiner Panzerlehren gegeben. Denn hier hat er mit kaum der Hälfe an Panzern die russischen Kräfte eingekesselt und aufgerieben, was allein vom Kräfteverhältnis her eigentlich nicht möglich wäre. Daher sind die Panzerlehren unseres Guderians hier nun auch mehr als nur an ihrem Platz:

„Aus diesen einzigen Panzergefechten des Krieges lassen sich trotz ihrer Kleinheit einige wertvolle Lehren gewinnen: I. Der Panzerkampfwagen, der auf einen Gegner stößt, der seine Panzerung zu durchschießen vermag, während er selber ihm nichts anhaben kann, muß ausweichen. Maschinengewehrpanzer vermögen gegen SmK-sichere Geschützpanzer nichts auszurichten. Es war daher nicht überraschend, als sich diese alte Wahrheit in Spanien jüngst erneut bestätigte. II. Der Panzer ist der gefährlichste Feind des Panzers; jeder Panzerverband ist daher verpflichtet, von seinen sonstigen Aufgaben abzulassen und seinen gefährlichsten Feind zu bekämpfen, sobald er von dessen Auftreten Kenntnis erhält und er zum Kampf gegen ihn überhaupt befähigt ist. Hierdurch wird auch der eigenen Infanterie am meisten gedient, denn ein erfolgreicher feindlicher Gegenstoß mit Panzern gefährdet nächst den eigenen Panzern die Infanterie. III. Der Kampf Panzer gegen Panzer wird durch Feuer entschieden. Daher müssen die eigenen Panzer bis auf wirksame Schutzweite an den Feind herangebracht werden; sie müssen dabei das Gelände benutzen, um dem Gegner ein kleines, schlecht sichtbares Ziel zu bieten; sie müssen, vor allem bei der Feuereröffnung, ihre Treffaussichten durch Schießen aus dem Halten erhöhen; es ist wichtig, sich gutes Licht und günstigen Wind zu sichern. IV. Da mit dem Auftreten großer Panzerverbände zu rechnen ist, kann man sich nicht damit begnügen, den Einzelkampf Panzer gegen Panzer zu üben; vielmehr muß untersucht werden, wie man beim Zusammenstoß großer Panzereinheiten handeln soll. In diesem wird es sich nicht vermeiden lassen, zum Feuer in der Bewegung überzugehen, a) um sich dem wirksam werdenden Feuer des Gegners zu entziehen, b) um feindliche Überflügelungen oder Umfassungen durch den Einsatz von Reserven oder durch die Bewegung der feuernden Verbände abzuwehren, c) um durch eigne Reserven eine Überflügelung und anschließend eine Umfassung des Gegners herbeizuführen und durch zusammengefaßtes Feuer einer Mehrzahl eigener Panzer gegen eine Minderzahl feindlicher zu siegen. Somit sind für den Panzerkampf straffe Manneszucht, gute Feuerleitung und Schießausbildung nötig. Gute Ordnung in den Verbänden, Innehalten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit erleichtern die Führung, zumal den Einsatz der Reserven. Wie bei allen andern Waffen wird auch bei den Panzern der Schlachterfolg – gleichartige Bewaffnung vorausgesetzt – demjenigen zufallen, der überlegen, straff und entschlossen geführt wird und sich die Grundlagen dieser Führung rechtzeitig zu schaffen wußte. V. Die andern Waffen, insbesondere die Artillerie und die Panzerabwehr dürfen sich während des Panzerkampfes nicht mit der Rolle unbeteiligter Zuschauer begnügen. Sie haben vielmehr die Aufgabe, nach Kräften zum Sieg der eigenen Panzer beizutragen.“

Anno 1943 fand – im Rahmen des Unternehmens Zitadelle – die Feuertaufe unseres Panthers statt. Daher wollen wir unseren Panzerkampfwagen V heute ein wenig feiern. Seine Bewaffnung besteht in einer 7,5cm-Kanone und zwei Maschinengewehre, weshalb er sowohl gegen gepanzerte Ziele also auch gegen feindliche Fußtruppen gut geschützt war. Die Frontpanzerung von 12cm war auch recht ordentlich, aber die Seiten- und Rückpanzerung ließ etwas zu wünschen übrig. Dafür war unser Panther aber überaus schnell und sehr geländegängig. Mit seinen 700 Pferdestärken brachte er es auf 46 Stundenkilometer auf der Straße und auf 24 im Gelände. Seine Reichweite betrug zwischen 90 und 180 Kilometer. Von den drei Ausführungen A, D und G wurden insgesamt 6000 Stück gebaut. Zur Feuertaufe unseres Panthers beim Unternehmen Zitadelle ist uns ein kleiner Schlachtbericht von unserem Panzerheinz Guderian überliefert, den wir uns doch gleich einmal durchlesen wollen:

„Der Angriff begann am 5. Juli in der den Russen aus zahlreichen früheren Beispielen bekannten und daher im voraus berechenbaren Art. Hitler hatte seine beiden Gegenvorschläge, entweder über Sewsk die russische Keilspitze anzugreifen oder von Charkow nach Südosten die russische Front zu durchstoßen und aufzurollen, zugunsten des Zeitzlerschen Planes aufgegeben, der den vorspringenden russischen Stellungsbogen durch doppelte Umfassung in Richtung Tim zu Fall bringen und damit die Initiative an der Ostfront wiedergewinnen wollte. Ich suchte die beiden Angriffsfronten in den Tagen vom 10. zum 15. Juli auf, zuerst die südliche, sodann die nördliche und verschaffte mir durch Aussprache mit den Panzerführern an Ort und Stelle einen Überblick über den Gang der Ereignisse, die Mängel unseres Angriffsverfahrens und unseres Geräts. Meine Befürchtungen bezüglich der mangelnden Frontreife der Panther hatten sich bestätigt. Ebenso konnten die 90 Porsche-Tiger, welche bei der Armee Model eingesetzt waren, den Anforderungen des Nahkampfes nicht genügen, weil sie eine zu geringe Ausstattung mit Geschützmunition aufwiesen, die noch dadurch verschärft wurde, daß diese Panzer über keine Maschinengewehre verfügten und nach dem Eindringen in die feindliche Infanteriekampfzone buchstäblich mit Kanonen auf Spatzen schießen mußten. Es gelang ihnen nicht, die feindlichen Schützen- oder MG-Nester so niederzuhalten, oder gar auszuschalten, daß die eigene Infanterie zu folgen vermochte. In der russischen Artilleriestellung angelangt, sahen sie sich allein. Trotz tapfersten Verhaltens und unerhörter Opfer konnte die Infanterie der Division Weidling den Erfolg der Panzer nicht ausnutzen. Der Angriff Models blieb nach etwa 10 Kilometer stecken. Im Süden war der Erfolg zwar größer, er genügte aber nicht, um den Stellungsbogen abzuschnüren oder die Russen zum Nachgeben zu zwingen.“

Anno 1942 hat unser Feldmarschall Erich von Manstein mit seiner XI. Armee die russische Festung Sewastopol erstürmt. Eine Waffentat, die wahrlich gefeiert werden muß. In Sewastopol hatten sich nämlich fast neun russische Divisionen verschanzt und die Festung selbst war überaus stark. Mit ihrer Eroberung hat sich unser Panzerstratege wahrlich seinen Marschallstab verdient. Neben unserer XI. Armee nahmen am Sturm auf Sewastopol auch unser VIII. Fliegerkorps und zahlreiche Belagerungswaffen – wie und Schienengeschütz Dora oder unser Mörser Karl – teil. Unser Manstein schildert uns den Sturm auf Sewastopol in seinen Verlorenen Siegen und daher soll sein Schlachtbericht zur Feier des Tages verlesen werden. Da sich der Angriff Mitte Juni vor Sewastopol festgefressen hat, verändert unser Panzerstratege den Schwerpunkt seiner Angriffe und überrascht damit böse den Feind:

„In der gegebenen Lage ergab sich als Aushilfe bei beiden Angriffskorps die Ausnützung des Vorteils, den der Angreifer hat, nach Belieben die Angriffsrichtung beziehungsweise den Angriffsschwerpunkt verlegen und dadurch den Gegner überraschen zu können. Das LIV. Armeekorps wendete sich unter Einsatz des Infanterieregiments CCXIII und der XXIV. Division nach Westen. Ersteres nahm unter Führung des Oberst Hitzfeld die Panzerbatterie Maxim Gorki 1. Deren eines Geschütz war bereits durch einen Volltreffer einer schwersten Batterie außer Gefecht gesetzt worden. Das andere wurde durch unsere Pioniere, die auf die Oberfläche des Forts vorgestoßen waren, gesprengt. Allerdings, die Besatzung dieses mehrere Stockwerke unter der Erde reichenden Werkes ergab sich erst, nachdem unsere Pioniere von oben her durch die Türme mit Sprengladungen vordrangen. Bei einem Ausbruchsversuch fiel der befehligende Kommissar. Seine Leute ergaben sich, das Wort „Christus“ auf den bebenden Lippen. Der XXIV. Division gelang es alsdann, den ganzen längs der Westküste noch stehengebliebenen Teil des Nordabschnittes auf die die Einfahrt zur Ssewernaja-Bucht schützenden Werke bis zum 21. Juni zu Fall zu bringen. Auch beim XXX. Armeekorps führte eine überraschende Verlegung des Angriffsschwerpunktes bis zum 17. Juni zu einem wichtigen Erfolg. Das Generalkommando entschloß sich, den Angriff über die Nordkette des Küstengebirges östlich Balaklawa einzustellen und seine Kräfte an und dicht südlich der großen Straße zu einem überraschenden Vorstoß zusammenzufassen. Er war gegen die Flankierung vom Küstengebirge her nur artilleristisch abgedeckt. Tatsächlich gelang es auch der LXXII. Division, die Stellungen des Gegners südlich der Straße zu überrennen. Ihre Aufklärungsabteilung unter Führung von Major Baake stieß, den Anfangserfolg kühn ausnutzend, in einem Zuge durch den überraschten Gegner bis zu der der Sapunhöhe vorgelagerten „Adlerhöhe“ vor. Es gelang der Abteilung am 18. Juni früh, die stark befestigte Adlerhöhe zu nehmen und sich auf ihr zu behaupten, bis weitere Kräfte der Division nachgeschoben werden konnten. Damit war die Voraussetzung gegeben, den Einbruch in das feindliche Verteidigungssystem nach Norden zu verbreitern. Auch in dem nun folgenden dritten Abschnitt des Angriffskampfes wird der Erfolg durch überraschende Verlegungen der Angriffsschwerpunkte, insbesondere artilleristisch, erreicht. Im Norden gilt er der vollen Erreichung des ersten Angriffsziels, der Ssewernaja-Bucht, im Süden der Gewinnung der Ausgangsstellung für den Angriff auf die Sapun-Höhen.“